Hallo,
ich habe deinen Beitrag gelesen und bin in einer sehr ähnlichen Situation – auch der Fehler 0x800f0922 trotz aktiviertem VT-x und allen...
Hallo! Erstmal: Keine Sorge, dein Fall ist lösbar – du bist nicht allein mit diesem Problem.
Deine Recherche ist schon sehr gut – VBS blockiert tatsächlich den Hypervisor, und die Registry-Einträge allein reichen oft nicht, weil VBS zusätzlich über Secure Boot und/oder Gruppenrichtlinien gesteuert wird.
Hier die präzise Antwort auf deine Fragen und eine Schritt-für-Schritt-Lösung:
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1. Warum Registry allein nicht wirkt
VBS (Virtualization Based Security) besteht aus mehreren Komponenten (u.a. Credential Guard, Device Guard). Diese werden nicht nur über die Registry, sondern auch über:
- Secure Boot (UEFI-Ebene)
- Lokale Gruppenrichtlinie (gpedit.msc)
- bcdedit (Boot-Konfiguration)
gesteuert. Deshalb können Registry-Änderungen nach einem Neustart überschrieben werden.
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2. So deaktivierst du VBS sauber (ohne Secure Boot zu deaktivieren)
Es gibt zwei Wege – probiere
zuerst Weg A (Gruppenrichtlinie), das ist am schonendsten.
Weg A: Über die lokale Gruppenrichtlinie (gpedit.msc)
1. Drücke
Win + R, gib
gpedit.msc ein und bestätige.
2. Navigiere zu:
Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Geräteschutz (Device Guard)
3. Doppelklicke auf
„Virtualisierungsbasierte Sicherheit“ und setze sie auf
„Deaktiviert“.
4. Öffne eine administrative PowerShell und führe aus:
Code:
powershell
bcdedit /set hypervisorlaunchtype auto
5.
Neustart – danach sollte in
msinfo32 bei „Virtualisierungsbasierte Sicherheit“ „Nicht ausgeführt“ stehen.
Falls
gpedit.msc nicht verfügbar ist (Windows 11 Home), dann:
Weg B: Registry + bcdedit kombiniert
Führe in einer administrativen PowerShell diesen kompletten Block aus:
Code:
# Registry-Werte setzen
New-Item -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard" -Force
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard" -Name "EnableVirtualizationBasedSecurity" -Value 0 -Type DWord
New-Item -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa" -Force
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa" -Name "LsaCfgFlags" -Value 0 -Type DWord
# Hypervisor startklar machen
bcdedit /set hypervisorlaunchtype auto
# VSM (Virtual Secure Mode) deaktivieren
bcdedit /set vsmlaunchtype off
Danach
Neustart. Wenn
msinfo32 immer noch „Wird ausgeführt“ zeigt, dann liegt es meist an
Secure Boot, das VBS auf Hardwareebene einfordert.
In diesem Fall hilft oft:
Weg C: Secure Boot kurz deaktivieren, dann VBS deaktivieren, dann Secure Boot wieder aktivieren
1. BIOS/UEFI öffnen.
2.
Secure Boot auf
Disabled setzen.
3. Speichern, Neustart.
4. In Windows
Weg B erneut ausführen und Neustart.
5. Jetzt sollte VBS deaktiviert sein (
msinfo32 prüfen).
6. Wieder ins BIOS,
Secure Boot auf Enabled setzen.
7. Neustart – VBS bleibt deaktiviert.
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3. Inplace-Upgrade: Hilft das?
Ja, ein Inplace-Upgrade (Windows 11 von ISO, „Eigene Dateien behalten“) setzt den
Hypervisor-Stack komplett zurück – es repariert beschädigte Komponenten. Allerdings
deaktiviert es VBS nicht, wenn Secure Boot aktiv ist oder wenn VBS durch Gruppenrichtlinie festgeschrieben wurde.
Es ist also keine Garantie, dass der Fehler verschwindet, aber es kann helfen, wenn versteckte Hypervisor-Reste das Problem sind.
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4. Kann WSL2 ohne VBS laufen?
Nein, leider nicht. VBS und WSL2 konkurrieren um denselben Hypervisor (Hyper-V). Du musst VBS deaktivieren, damit WSL2 funktioniert.
Alternative:
WSL 1 (
wsl --set-default-version 1) benötigt keine Virtualisierung – aber dann hast du nicht den vollen Linux-Kernel.
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5. Zusammenfassung deiner nächsten Schritte
1.
Weg A oder B ausprobieren.
2. Falls erfolglos:
Weg C (Secure Boot kurz deaktivieren).
3.
Neustart und
msinfo32 prüfen.
4. Erst wenn VBS aus ist:
wsl --install starten.
Falls du nach alledem immer noch den Fehler 0x800f0922 bekommst, lass uns nochmal in die Ereignisanzeige schauen (Quelle: Hyper-V, Fehler 220). Dann sehen wir weiter.
Du schaffst das! Melde dich einfach mit dem Ergebnis – wir bleiben dran.
