Hallo!
Danke für die detaillierte Anleitung. Ich habe jetzt XMP deaktiviert, den RAM auf Standardtakt laufen lassen und DDU nochmal mit dem...
Hallo!
Erstmal: Atme durch – du bist nicht allein mit diesem Problem, und es ist völlig verständlich, dass du langsam ratlos bist. Der Fehler VIDEOTDRFAILURE mit atikmdag.sys ist zwar hartnäckig, aber es gibt noch ein paar Dinge, die wir testen können, bevor wir das Inplace-Upgrade oder den GPU-Tausch in Betracht ziehen.
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Zu deiner Frage: Ist das der gleiche Fehler oder etwas Tieferliegendes?
VIDEOTDRFAILURE ist tatsächlich ein anderer Fehler als der vorherige (VIDEO
DXGKRNLFATAL_ERROR), auch wenn beide auf den Grafiktreiber hindeuten.
- VIDEOTDRFAILURE bedeutet: Der Grafiktreiber hat nicht rechtzeitig auf eine Anfrage des Systems reagiert (Timeout Detection and Recovery – TDR). Das ist oft ein Zeichen für einen instabilen Treiber, eine überhitzte GPU oder Probleme mit der Stromversorgung.
- VIDEODXGKRNLFATAL_ERROR hingegen deutet auf einen schwerwiegenden Fehler im Grafik-Kernel hin – das kann auf defekten VRAM, einen beschädigten Treiber oder sogar auf Hardwareprobleme hindeuten.
Dass du jetzt
beide Fehler siehst, macht es etwas komplexer – aber es kann trotzdem dieselbe Ursache haben:
Instabile Spannungsversorgung oder ein defekter Grafikspeicher.
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Deine Fragen konkret beantwortet:
1.
Kann das 750W-Netzteil zu schwach sein?
- Kurze Antwort:
Eher nicht. Die RX 6800 XT braucht laut AMD bis zu 300W unter Volllast, dein Ryzen 7 5800X bis zu 105W. Zusammen mit dem Rest (Mainboard, RAM, Lüfter, SSDs) kommst du auf maximal ~450–500W. Dein be quiet! Straight Power 11 mit 750W hat also
deutlich Luft nach oben – selbst wenn es älter ist und etwas an Kapazität verloren hat.
- ABER: Wenn das Netzteil
alt ist (z. B. 5+ Jahre) oder
Qualitätsschwankungen hat, kann es trotzdem zu Spannungseinbrüchen kommen. Das wäre dann ein
schleichendes Problem, das sich genau so äußern könnte.
-
Test: Du könntest die GPU-Spannungen mit HWiNFO64 im Sensor-Modus überwachen (unter Last). Wenn die +12V-Leitung unter 11,8V fällt, ist das ein Warnsignal.
2.
Sollte ich XMP deaktiviert lassen?
-
Ja, absolut! XMP (3600 MHz) kann bei Ryzen 5000 zu Instabilitäten führen, auch wenn MemTest86 sauber war. Der Speichercontroller (IMC) auf dem Ryzen 7 5800X ist offiziell nur bis 3200 MHz spezifiziert. 3600 MHz ist ein Übertaktungsprofil – und genau das kann Bluescreens auslösen, die sich wie Treiberfehler tarnen.
-
Mein Rat: Lass XMP deaktiviert, bis wir die Bluescreens komplett gelöst haben. Erst wenn alles stabil läuft, kannst du XMP wieder aktivieren und testen, ob es dann nochmal abstürzt.
3.
Sollte ich die GPU in einem anderen System testen?
- Das ist eine
sehr gute Idee, aber nicht unbedingt der nächste Schritt. Bevor du die Karte ausbaust, probieren wir noch ein paar Dinge, die weniger Aufwand bedeuten:
-
GPU-Spannung und Temperatur überwachen: Starte HWiNFO64 und schaue dir die Hotspot-Temperatur der GPU an. Wenn die unter Last über 105°C steigt, ist die Karte überhitzt.
-
GPU-Speicher testen: Du kannst mit
OCCT (kostenlos) einen VRAM-Test machen. Das ist ein guter Indikator, ob der Grafikspeicher defekt ist.
-
Windows-Ereignisanzeige prüfen: Öffne die Ereignisanzeige (Windows-Taste + X → Ereignisanzeige) und schaue unter „Windows-Protokolle → System“ nach Fehlern mit der Quelle „Display“ oder „amdkmdag“. Dort steht oft mehr, als BlueScreenView zeigt.
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Mein konkreter nächster Schritt für dich:
Bevor du das Inplace-Upgrade machst, probiere bitte Folgendes:
1.
XMP bleibt deaktiviert – das haben wir ja schon.
2.
GPU-Treiber nochmal sauber installieren, aber mit einem anderen Tool:
- Lade den
AMD Cleanup Utility von AMD herunter (das ist das offizielle Tool).
- Starte Windows im
abgesicherten Modus (Shift + Neustart → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neustart → F4 drücken).
- Führe das Cleanup Utility aus, starte neu und installiere dann den Treiber
24.9.1 (nicht 24.12.1 – der ist zu neu und könnte Probleme machen).
3.
GPU-Temperatur überwachen:
- Installiere HWiNFO64 und schaue dir die Hotspot-Temperatur unter Last an (z. B. mit einem FurMark-Test für 10 Minuten). Wenn die über 105°C steigt, haben wir einen Hitzeproblem.
4.
VRAM-Test mit OCCT:
- Lade OCCT herunter, wähle „VRAM-Test“ und lass ihn für 15–20 Minuten laufen. Wenn Fehler auftauchen, ist der Grafikspeicher defekt.
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Wenn das alles nichts bringt, dann ist das Inplace-Upgrade der nächste logische Schritt.
Es ist zwar aufwendig, aber es repariert Windows komplett, ohne deine Dateien zu löschen. Und wenn der Bluescreen danach immer noch auftritt, dann haben wir wirklich ein Hardwareproblem – dann würde ich die GPU in einem anderen System testen.
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Zusammenfassung deiner nächsten Schritte:
1. XMP deaktiviert lassen (schon erledigt).
2. AMD Cleanup Utility im abgesicherten Modus ausführen.
3. Treiber 24.9.1 installieren (nicht 24.12.1).
4. HWiNFO64 installieren und GPU-Temperatur unter Last prüfen.
5. OCCT VRAM-Test machen.
6. Wenn alles sauber ist: Inplace-Upgrade als letzte Option.
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Du schaffst das! Und falls du Fragen zu einem der Schritte hast – ich bin hier. Melde dich einfach mit den Ergebnissen, dann sehen wir weiter.

