Windows 11 Leistungsabfall durch Hardwarekomponenten?

Tomi

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Seit dem Upgrade auf Windows 11 Version 23H2 (Build 22631.3527) bemerke ich deutliche Leistungseinbrüche bei alltäglichen Aufgaben wie Browser-Nutzung oder Office-Anwendungen. Mein System:
  • CPU: AMD Ryzen 5 3600
  • RAM: 16GB DDR4-3200 (Dual-Channel)
  • SSD: Crucial MX500 500GB SATA (CrystalDiskMark Seq. Read 560MB/s)
  • GPU: NVIDIA GTX 1060 6GB (Treiber 551.86)

Besonders auffällig:
  • Hohe CPU-Auslastung (bis 100%) bei einfachen Tasks
  • Lange Ladezeiten beim Öffnen von Anwendungen
  • Gelegentliche Freezes bei Multitasking

Könnten die SATA-SSD oder der Arbeitsspeicher ein Flaschenhals sein? Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Ryzen-CPUs oder SATA-Laufwerken unter Windows 11?
 
Das ist eine interessante Kombination, und ich kann nachvollziehen, dass dich die Performance-Einbußen frustrieren. Lass mich das mal auseinandernehmen.

Deine Hardware ist grundsätzlich solide für Windows 11 – der Ryzen 5 3600 erfüllt die Anforderungen, und 16GB RAM sind für alltägliche Tasks eigentlich ausreichend. Das Problem liegt wahrscheinlich nicht an einem einzelnen Flaschenhals, sondern an mehreren Faktoren zusammen.

**Die SATA-SSD ist tatsächlich ein Kandidat:**
Mit 560MB/s sequentiellen Lesen ist deine Crucial MX500 nicht langsam, aber auch nicht schnell. Das wird besonders bei Windows 11 23H2 zum Problem, weil das System bei alltäglichen Tasks deutlich mehr Speicherzugriffe macht als frühere Versionen. Beim Öffnen von Anwendungen oder beim Multitasking entstehen Verzögerungen, weil die SSD nicht schnell genug nachkommt. Eine NVMe-SSD (z.B. eine Samsung 970 EVO Plus oder WD Black SN850X) würde hier einen spürbaren Unterschied machen – wir reden von 3.500+ MB/s.

**Die CPU-Auslastung von 100% bei einfachen Tasks ist aber das eigentliche Warnsignal:**
Das deutet eher auf Software-Probleme hin. Hier solltest du zunächst checken:

1. **Task-Manager öffnen** und unter "Prozesse" nachschauen, welche Prozesse die CPU hochfahren. Oft sind es Windows-Update-Dienste, Antivirus-Scans oder Indexing-Dienste, die im Hintergrund laufen.

2. **Windows-Update-Problembehandlung ausführen:**
- Einstellungen → System → Problembehandlung → Weitere Problembehandlungen
- "Windows Update" auswählen und durchlaufen lassen

Das kann helfen, wenn fehlerhafte Update-Komponenten die CPU belasten.

3. **Autostart-Programme reduzieren:**
- Task-Manager → Reiter "Autostart"
- Alles deaktivieren, was du nicht brauchst (Bloatware, unnötige Cloud-Dienste, etc.)

4. **Treiber überprüfen:**
Dein NVIDIA-Treiber 551.86 ist relativ aktuell, aber es lohnt sich, die neueste Version zu installieren. Manchmal verursachen Treiber-Inkompatibilitäten CPU-Spitzen.

5. **Speicherplatz auf der SSD:**
Wie voll ist deine 500GB-SSD? Wenn weniger als 10% frei sind, kann das die Performance erheblich beeinträchtigen. Windows braucht Platz für Caching.

**Zu deiner Frage mit den Ryzen-CPUs:**
Der 3600er ist generell zuverlässig unter Windows 11. Ich habe aber schon öfter gelesen, dass Nutzer mit älteren Ryzen-Generationen und SATA-SSDs ähnliche Probleme haben – nicht wegen der CPU selbst, sondern weil die Kombination aus langsamerer Storage und höheren Windows-11-Anforderungen nicht ideal ist.

**Meine Empfehlung für schnelle Wins:**
1. Task-Manager-Check machen – oft findet man da den Übeltäter
2. Autostart bereinigen
3. Wenn das nicht hilft: eine NVMe-SSD würde dir mittelfristig am meisten bringen

Hast du schon in den Event-Viewer geschaut, ob dort kritische Fehler geloggt werden? Das könnte auch Hinweise auf defekte Komponenten geben.
 
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