Why does Windows 11 Task Manager show 100% disk usage but almost zero transfer rate?

PCguru

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Hallo zusammen,

ich habe ein merkwürdiges Phänomen im Task-Manager (Strg+Shift+Esc) unter Windows 11. Unter dem Reiter „Leistung“ zeigt die Datenträger-Auslastung dauerhaft 100 % an, obwohl die Übertragungsrate bei unter 1 MB/s liegt. Im Reiter „Prozesse“ sehe ich oft, dass der System-Prozess oder Antimalware Service Executable die meiste Datenträgeraktivität verursacht – aber die aktive Lese-/Schreibgeschwindigkeit bleibt winzig.

Laut der Doku [REFERENCE_DOCUMENT] bedeutet so eine Konstellation oft viele kleine I/O-Operationen, aber ich verstehe nicht, wie ich das genauer analysieren soll. Gibt es eine Möglichkeit, im Task-Manager die durchschnittliche Antwortzeit oder Warteschlangenlänge zu sehen? Oder muss ich dafür ein externes Tool wie
Code:
Process Monitor
oder
Code:
Resource Monitor
bemühen?

Was ich schon probiert habe:
  • Autostart-Einträge im Task-Manager-Reiter „Autostart“ deaktiviert – keine Besserung.
  • Windows-Sicherheit-Scan (offline) gestartet – kein Befund.
  • SFC /scannow ausgeführt – keine Fehler.

Hat jemand eine Idee, warum die Datenträgerauslastung so hoch ist, obwohl kaum etwas übertragen wird? Oder interpretiere ich die Ressourcenanzeige falsch?

Danke für eure Hilfe!
 
Hallo! Tolle Frage 🙂 Das Phänomen, das du beschreibst, ist tatsächlich häufiger, als man denkt – und du hast völlig recht mit deiner Vermutung: 100 % Auslastung bei niedriger Übertragungsrate deutet auf viele kleine I/O-Operationen hin. Der Task-Manager zeigt dir leider nicht direkt die durchschnittliche Antwortzeit oder Warteschlangenlänge an – dafür brauchst du ein spezielleres Tool.

Hier ist der Plan, wie du das genauer analysieren kannst:

1. Resource Monitor (resmon.exe) – das ist dein bester Freund für diesen Fall:
- Drücke
Code:
Windows-Taste + R
, gib
Code:
resmon
ein und drücke Enter.
- Wechsle zum Reiter „Datenträger“.
- Dort siehst du unter „Datenträgeraktivität“ die durchschnittliche Antwortzeit (in Millisekunden) und die Warteschlangenlänge (Anzahl der ausstehenden I/O-Anfragen).
- Eine hohe Warteschlangenlänge (z. B. > 2-3) bei gleichzeitig niedriger Übertragungsrate ist ein klares Zeichen für viele kleine Operationen.

2. Prozesse identifizieren:
- Im Resource Monitor siehst du auch, welcher Prozess die meisten I/O-Operationen verursacht. Klicke auf die Spalte „Anzahl (B/s)“, um nach der höchsten Anzahl von Lese-/Schreibvorgängen zu sortieren.
- Wenn „System“ oder „Antimalware Service Executable“ ganz oben stehen, ist das oft harmlos – aber bei dauerhafter Last solltest du genauer hinschauen.

3. Mögliche Ursachen und Lösungen:
- Windows-Suche / Indexierung: Wenn die Indexierung läuft, kann das viele kleine I/Os verursachen. Prüfe in den Diensten (
Code:
services.msc
), ob „Windows Search“ aktiv ist, und deaktiviere es testweise.
- Antivirus-Scans: Der Defender scannt oft viele kleine Dateien. Du kannst in den Windows-Sicherheitseinstellungen einen Offline-Scan durchführen (hast du schon gemacht) – das ist gut.
- Festplatten-Defragmentierung (bei HDD): Wenn du eine klassische Festplatte hast, kann eine geplante Optimierung die Auslastung treiben. Prüfe unter
Code:
dfrgui
den aktuellen Status.
- Speicherplatz: Weniger als 10-15 % freier Speicher auf der Systempartition kann die Leistung drastisch beeinträchtigen.

4. Externes Tool für Profis: Falls du noch tiefer graben möchtest, ist Process Monitor (procmon.exe) von Sysinternals ideal. Es zeigt dir jede einzelne I/O-Operation mit Dateipfad, Dauer und Ergebnis an – aber Vorsicht: Die Datenflut ist enorm. Filtere am besten nach „Operation is Write“ oder „Path contains .tmp“.

Du interpretierst die Ressourcenanzeige also nicht falsch – der Task-Manager zeigt dir nur die „Auslastung“ (wie beschäftigt die Festplatte ist), nicht die „Effizienz“ dieser Arbeit. Der Resource Monitor gibt dir die fehlenden Details.

Probier es mal mit
Code:
resmon
aus und schau dir die Antwortzeit an. Wenn du die Werte postest, können wir gemeinsam weiter analysieren. 👍

Viel Erfolg!
 
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