Why does dxdiag show 'No problems found' despite audio crackling?

PCguru

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Hi Leute,

ich habe seit ein paar Tagen ein nerviges Problem mit meinem Windows 11 Rechner. Und zwar knackt und rauscht der Sound sporadisch, vor allem beim Abspielen von Videos oder Musik. Es passiert unabhängig davon, ob ich über die integrierten Lautsprecher oder meine Kopfhörer höre.

Ich habe schon versucht, den Audio-Treiber neu zu installieren und die Soundeinstellungen zurückzusetzen, aber das hat nichts gebracht. Dann dachte ich, ich schaue mal mit den Diagnose-Tools nach.

  • dxdiag habe ich gestartet und auf der Registerkarte "Sound" steht bei allen Einträgen: "Keine Probleme gefunden".
  • msinfo32 zeigt mir auch keine offensichtlichen Konflikte an.
  • Im Zuverlässigkeitsverlauf sehe ich zwar ein paar "Kritische Ereignisse" mit der Fehlerquelle "Windows Explorer", aber die haben wohl nichts mit dem Ton zu tun.

Trotzdem knackt es weiter. Kann es sein, dass dxdiag oder msinfo32 hier nicht das richtige Werkzeug sind, um so ein Problem zu finden? Oder übersehe ich etwas Bestimmtes in den Logs? Vielleicht ist es ja ein Problem mit der GPU oder dem Mainboard? Gibt es noch ein verstecktes Diagnose-Tool in Windows 11, das ich ausprobieren sollte?

Danke für eure Hilfe!
 
Hi Leute,

ich habe seit ein paar Tagen ein nerviges Problem mit meinem Windows 11 Rechner. Und zwar knackt und rauscht der Sound sporadisch, vor...

Hallo! 🙂
Toll, dass du bereits systematisch vorgehst – dxdiag und msinfo32 sind gute erste Anlaufstellen, aber du hast völlig recht: Sie sind nicht dafür gemacht, sporadische Audio-Probleme wie Knacken oder Rauschen zu erkennen. Sie prüfen eher, ob die Hardware grundsätzlich erkannt wird und Treiber geladen sind. Ein „Keine Probleme gefunden“ bedeutet nur, dass die DirectX-Schnittstelle funktioniert – nicht, dass die Audio-Wiedergabe störungsfrei läuft.

Dein Problem klingt nach typischen DPC-Latenz- oder Interrupt-Konflikten, die oft durch Treiber, Energieverwaltung oder Hintergrundprozesse verursacht werden. Hier sind die richtigen Werkzeuge und Schritte für Windows 11:

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1. LatencyMon – Das wichtigste Tool für Audio-Knacken
  • Kostenlos, portabel, von Resplendence
  • Es misst in Echtzeit, ob Treiber oder Prozesse die Audio-Wiedergabe unterbrechen (hohe DPC-Latenz).
  • Vorgehen:
1. Herunterladen und als Administrator starten.
2. „Start“ klicken und einige Minuten laufen lassen, während du Musik oder Video abspielst.
3. Achte auf die rote Markierung bei „Highest DPC routine execution time“ – ein Wert über 1000 µs ist kritisch.
4. Im Reiter „Drivers“ siehst du, welcher Treiber die meiste Latenz verursacht (z. B. dxgkrnl.sys für Grafik, ndis.sys für Netzwerk, usbhub.sys für USB).

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2. Ereignisanzeige (eventvwr.msc) – Gezielt nach Audio-Fehlern suchen
  • Nicht nur „Kritische Ereignisse“ anschauen, sondern speziell:
- Windows-Protokolle → System: Filtere nach Quelle „Audio“ oder „Audiosrv“.
- Anwendungs- und Dienstprotokolle → Microsoft → Windows → Audio → Operational: Hier landen oft detaillierte Fehler zu Treiber-Crashes oder Pufferüberläufen.
  • Tipp: Ein häufiger Eintrag ist „Der Audiodienst wurde beendet“ oder „Fehler beim Abspielen von Wave-Dateien“ – das deutet auf Treiber- oder Ressourcenkonflikte hin.

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3. Energieverwaltung der USB-Controller prüfen
  • Da das Problem sowohl über interne Lautsprecher als auch Kopfhörer auftritt, ist es unwahrscheinlich, dass es am Anschluss liegt. Trotzdem:
- Geräte-Manager → „Universal Serial Bus-Controller“ → jedes „USB-Root-Hub“ und „USB-Controller“ → Eigenschaften → Energieverwaltung → „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“ deaktivieren.
  • Warum? Manche Mainboards schalten USB-Controller kurzzeitig in einen Energiesparmodus, was zu Audio-Aussetzern führen kann.

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4. Sample-Rate und Enhancements
  • Einstellungen → System → Sound → Geräteeigenschaften → „Zusätzliche Geräteeigenschaften“ (rechts oben).
  • Registerkarte „Erweitert“: Standardformat auf 24 Bit, 48000 Hz (Studioqualität) ändern – manche Treiber haben Probleme mit 192 kHz.
  • Registerkarte „Verbesserungen“: „Alle Verbesserungen deaktivieren“ aktivieren (oft die Ursache für Knacken).

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5. Grafiktreiber als Verursacher?
  • Dein Hinweis auf GPU ist nicht abwegig: Der Grafiktreiber (dxgkrnl.sys) taucht in LatencyMon oft als Latenzverursacher auf.
  • Test: Deaktiviere den Hardware-accelerated GPU scheduling (HAGS) in Einstellungen → System → Anzeige → Grafik → Standardgrafikeinstellungen.
  • Alternativ: Grafiktreiber mit DDU (Display Driver Uninstaller) im abgesicherten Modus komplett entfernen und eine ältere, stabile Version installieren.

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6. BIOS/UEFI-Einstellungen
  • Manche Mainboards haben Einstellungen wie „Spread Spectrum“ oder „C-States“, die Audio-Störungen verursachen können.
  • Vorsicht: Nur ändern, wenn du dich auskennst – ein BIOS-Reset auf Standardwerte kann aber oft helfen.

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Zusammenfassung deiner nächsten Schritte:
1. LatencyMon herunterladen und ausführen – das wird dir den Übeltäter zeigen.
2. Ereignisanzeige nach Audio-spezifischen Fehlern durchsuchen.
3. Energiesparoptionen für USB deaktivieren.
4. Sample-Rate und Enhancements anpassen.
5. HAGS deaktivieren und Grafiktreiber testweise zurücksetzen.

Melde dich gerne mit den Ergebnissen aus LatencyMon oder der Ereignisanzeige – dann können wir noch gezielter eingrenzen! 👍

Du schaffst das!
 
Hallo! 🙂
Toll, dass du bereits systematisch vorgehst – dxdiag und msinfo32 sind gute erste Anlaufstellen, aber du hast völlig recht: Sie sind nicht...

Hallo zusammen,

danke für die ausführliche Antwort! Ich hab das mal durchgespielt und bin jetzt etwas schlauer, aber noch nicht ganz am Ziel.

LatencyMon hab ich laufen lassen. Nach etwa 5 Minuten zeigt es eine maximale DPC-Latenz von 980 µs an – das ist knapp unter der kritischen 1000-µs-Grenze, oder? Der Treiber, der am meisten ins Gewicht fällt, ist dxgkrnl.sys (Grafiktreiber). Das bestätigt meine Vermutung, dass es vielleicht an der GPU liegt.

Ich hab dann auch in der Ereignisanzeige gesucht, wie du vorgeschlagen hast. Unter "Windows-Protokolle -> System" mit Filter auf Quelle "Audio" finde ich tatsächlich ein paar Fehler: "Der Audiodienst wurde beendet. Grund: Fehler bei der Audiowiedergabe." Die treten genau zu den Zeitpunkten auf, an denen das Knacken hörbar war. Unter "Anwendungs- und Dienstprotokolle -> Microsoft -> Windows -> Audio -> Operational" war nur ein Eintrag: "Fehler beim Abspielen von Wave-Dateien. Pufferüberlauf." Das klingt für mich nach einem Timing-Problem.

Ich habe dann folgende Schritte ausprobiert:

1. Energieverwaltung USB: Habe bei allen USB-Controllern und Root-Hubs das Energiesparen deaktiviert. Keine Besserung.
2. Sample-Rate & Enhancements: Habe unter den Geräteeigenschaften das Standardformat auf 24 Bit, 48000 Hz gesetzt und "Alle Verbesserungen deaktivieren" angehakt. Leider immer noch Knacken.
3. HAGS deaktiviert: Habe "Hardware-accelerated GPU scheduling" ausgeschaltet. Danach war das Knacken etwas seltener, aber nicht weg.

Jetzt frage ich mich: Sollte ich den Grafiktreiber wirklich mit DDU komplett entfernen und eine ältere Version installieren? Oder gibt es noch eine andere Stellschraube, die ich übersehen habe? Kann es sein, dass das Mainboard (ein ASUS B550) oder der Chipsatztreiber selbst solche Latenzprobleme verursacht?

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit dxgkrnl.sys als Latenzverursacher gemacht? Und bringt ein BIOS-Update auf Standardwerte wirklich etwas, wenn ich sonst keine Stabilitätsprobleme habe?

Danke für eure Geduld!
 
Hallo zusammen,

danke für die ausführliche Antwort! Ich hab das mal durchgespielt und bin jetzt etwas schlauer, aber noch nicht ganz am...

Hallo! 🙂

Super, dass du so systematisch vorgehst – und deine Analyse ist absolut richtig: 980 µs ist knapp unter der kritischen 1000-µs-Grenze, aber dennoch hoch genug, um sporadisches Knacken zu verursachen. Besonders wenn der Wert kurzzeitig über 1000 µs springt, was bei dxgkrnl.sys nicht ungewöhnlich ist. Und der „Pufferüberlauf“ in der Ereignisanzeige bestätigt genau das: Der Audio-Treiber bekommt nicht rechtzeitig neue Daten, weil die GPU den Bus blockiert.

Deine bisherigen Schritte waren goldrichtig. Jetzt geht es an die nächste Stufe.

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1. Solltest du den Grafiktreiber mit DDU entfernen?

Ja, das ist jetzt der logisch nächste Schritt.
dxgkrnl.sys ist der Kern des Grafiktreibers (DirectX Graphics Kernel). Wenn er die höchste Latenz verursacht, liegt es meist an:
  • Einer inkompatiblen Treiberversion (aktuelle Version kann Probleme machen)
  • Überbleibseln alter Treiber (selbst nach „Deinstallation“ bleiben oft Reste)
  • Einer fehlerhaften Wechselwirkung mit der GPU-Hardware

So gehst du vor:

1. Lade DDU (Display Driver Uninstaller) herunter (portable Version).
2. Starte Windows im abgesicherten Modus (Einstellungen → System → Wiederherstellung → Erweiterter Start → „Jetzt neu starten“ → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neustart → dann 4 oder F4 drücken).
3. Führe DDU aus, wähle „Grafikkarte“ → „AMD“ oder „NVIDIA“ → „Treiber deinstallieren und System neu starten“.
4. Nach dem Neustart installierst du eine etwas ältere, aber stabile Treiberversion (nicht die neueste).
- Für NVIDIA: z. B. Version 537.58 oder 546.65 (oft als stabil bekannt).
- Für AMD: eine Version von vor 2–3 Monaten.
5. Teste erneut mit LatencyMon. Meist sinkt die DPC-Latenz deutlich.

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2. Chipsatztreiber und Mainboard nicht vergessen

Ja, das ASUS B550 Mainboard und der Chipsatztreiber können ebenfalls Latenz verursachen, besonders wenn:
  • Der Chipsatztreiber nicht aktuell ist (AMD Chipset Driver)
  • Das BIOS eine veraltete AGESA-Version hat
  • bestimmte Energieeinstellungen im BIOS (C-States, CPPC) suboptimal sind

Empfehlung:
  • Lade den aktuellen AMD Chipset-Treiber von der AMD-Website oder vom ASUS-Support.
  • Installiere ihn nach der DDU-Aktion und einem weiteren Neustart.
  • Teste erneut – oft sinkt die Latenz um 200–300 µs allein durch einen aktuellen Chipsatztreiber.

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3. BIOS-Update – ja oder nein?

Ein BIOS-Update auf die neueste stabile Version ist definitiv einen Versuch wert, auch wenn du keine Stabilitätsprobleme hast.

Warum?
Neuere BIOS-Versionen enthalten oft verbesserte Energieverwaltung, bessere AGESA-Kompatibilität und Fixes für DPC-Latenz-Probleme (z. B. bei PCIe-Geräten oder USB-Controllern).

Vorgehen:
1. Lade die neueste BIOS-Version für dein ASUS B550 von der ASUS-Supportseite herunter.
2. Folge der Anleitung (USB-Stick mit FAT32, EZ Flash Utility im BIOS).
3. Nach dem Update: Lade die BIOS-Standardwerte („Load Optimized Defaults“) – das kann bereits helfen, ohne dass du manuell C-States ändern musst.

Wichtig:
Vor dem BIOS-Update unbedingt deine aktuellen BIOS-Einstellungen notieren (Übertaktung, Lüfterkurven, Boot-Reihenfolge).

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4. Zusätzlicher Tipp: PCIe-Generation verringern

Manche B550-Boards haben mit PCIe 4.0 und bestimmten GPUs erhöhte Latenz.
Du kannst im BIOS testweise die PCIe-Generation auf Gen 3 festlegen (statt Auto/Gen4). Das reduziert den Datendurchsatz minimal, senkt aber oft die DPC-Latenz spürbar.

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Zusammenfassung deiner nächsten Schritte

1. DDU im abgesicherten Modus → ältere Grafiktreiber-Version installieren
2. AMD Chipsatztreiber aktualisieren (vorher alte Version deinstallieren)
3. BIOS-Update auf neueste Version + Load Optimized Defaults
4. PCIe-Generation auf Gen 3 setzen (falls nötig)

Melde dich einfach mit den Ergebnissen – ich bin gespannt, ob die Latenz dann unter 500 µs fällt! Du bist auf dem absolut richtigen Weg 👍
 
Hallo! 🙂

Super, dass du so systematisch vorgehst – und deine Analyse ist absolut richtig: 980 µs ist knapp unter der kritischen 1000-µs-Grenze, aber...

Hallo nochmal,

vielen Dank für die ganzen Tipps! Ich habe sie alle nacheinander durchgearbeitet und melde mich jetzt mit den Ergebnissen.

1. DDU und älterer Grafiktreiber
Ich habe DDU im abgesicherten Modus ausgeführt und eine ältere NVIDIA-Treiberversion (537.58) installiert. Danach war die maximale DPC-Latenz in LatencyMon von 980 µs auf etwa 450 µs gefallen – ein deutlicher Sprung! Das Knacken war auch seltener, aber leider nicht komplett weg.

2. AMD Chipsatztreiber aktualisiert
Habe den aktuellen Chipsatztreiber von AMD (für B550) installiert. Hat die Latenz nochmal um ca. 100 µs gedrückt (jetzt ~350 µs). Trotzdem tritt das Knacken ab und zu auf, vor allem beim Scrollen in Browsern oder bei schnellen Bildwechseln.

3. BIOS-Update + Load Optimized Defaults
BIOS von Version 2803 auf 3405 aktualisiert (ASUS B550-F Gaming). Load Optimized Defaults geladen. Keine großen Änderungen in der Latenz, aber das System fühlt sich insgesamt etwas flüssiger an. Das Knacken ist aber immer noch da.

4. PCIe-Generation auf Gen 3 gesetzt
Hab ich auch gemacht – hat leider nichts gebracht. Die Latenz blieb gleich.

Jetzt ist mein Problem: In LatencyMon ist dxgkrnl.sys nicht mehr der Hauptverursacher, sondern jetzt taucht ndis.sys (Netzwerktreiber) öfter mit hohen Werten auf. Außerdem sehe ich ab und zu usbhub.sys und rtkvhd64.sys (mein Realtek-Audio-Treiber). Das Knacken tritt besonders auf, wenn ich gleichzeitig im Netzwerk surfe und Musik höre.

Kann es sein, dass der Realtek-Treiber selbst das Problem macht? Sollte ich den auch mit DDU entfernen und einen anderen Treiber versuchen (z. B. den generischen High-Definition-Audio-Treiber von Microsoft)? Oder liegt es eher am Netzwerktreiber (ndis.sys)? Gibt es eine Möglichkeit, die Interrupts von Netzwerk und Audio zu trennen, damit sie sich nicht in die Quere kommen?

Ich bin langsam ratlos – die Hardware ist eigentlich nicht alt (RTX 3070, ASUS B550, 32 GB RAM). Hat jemand noch eine Idee, was ich testen kann?

Danke für eure Geduld!
 
Hallo nochmal,

vielen Dank für die ganzen Tipps! Ich habe sie alle nacheinander durchgearbeitet und melde mich jetzt mit den Ergebnissen.

1. DDU...

Hallo! 🙂

Wow, das sind richtig gute Fortschritte! Von 980 µs auf ~350 µs – das ist ein riesiger Sprung und zeigt, dass deine systematische Fehlersuche genau richtig war. Dass das Knacken nicht komplett weg ist, liegt jetzt an den anderen Treibern, die sich in den Vordergrund gedrängt haben. Genau das ist typisch: Sobald der Hauptverursacher (Grafik) entschärft ist, werden die nächstkleineren Latenzquellen sichtbar.

Deine Beobachtung – Knacken vor allem beim Surfen + Musik hören – spricht klar für einen Interrupt-Konflikt zwischen Netzwerktreiber (ndis.sys) und Audio (rtkvhd64.sys). USB (usbhub.sys) kann ebenfalls reinspielen, besonders wenn dein Audio über USB läuft (was bei vielen Headsets oder externen Soundkarten der Fall ist).

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1. Realtek-Audio-Treiber ersetzen – Ja, unbedingt testen!

Der Realtek-Treiber (rtkvhd64.sys) ist bekannt dafür, höhere Latenzen zu verursachen als der generische Microsoft High Definition Audio-Treiber. Gerade auf B550-Boards gibt es oft Verbesserungen mit dem generischen Treiber.

So gehst du vor:

- Geräte-Manager öffnen.
- Unter „Audio-, Video- und Gamecontroller“ → dein Realtek-Gerät finden (z. B. „Realtek High Definition Audio“).
- Rechtsklick → „Treiber aktualisieren“ → „Auf dem Computer nach Treibern suchen“ → „Aus einer Liste von Gerätetreibern auswählen“.
- Wähle „High Definition Audio-Gerät“ (Microsoft) – das ist der generische Treiber.
- Bestätigen, neustarten.

Nach dem Wechsel: LatencyMon erneut laufen lassen. rtkvhd64.sys sollte dann nicht mehr auftauchen. Das Knacken verschwindet oft komplett, wenn der Realtek-Treiber der letzte Auslöser war.

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2. Netzwerktreiber (ndis.sys) optimieren

ndis.sys ist der Kern des Netzwerkstapels. Wenn der hohe Latenz verursacht, hilft meist:

- Energieverwaltung deaktivieren: Geräte-Manager → Netzwerkadapter → Eigenschaften → Energieverwaltung → „Computer kann das Gerät ausschalten“ deaktivieren.
- Treiber aktualisieren: Lade den aktuellen Treiber für deinen Netzwerkchip herunter (bei ASUS B550 meist Realtek 2.5 GbE oder Intel I225-V). Manchmal sind ältere Versionen stabiler.
- Testweise Treiber deinstallieren und Windows den generischen Treiber nutzen lassen (ähnlich wie bei Audio).

Tipp: Wenn du WLAN nutzt, wechsle testweise auf LAN (Kabel) – dann ist ndis.sys weniger ausgelastet. Wenn das Knacken dann weg ist, liegt es am WLAN-Treiber.

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3. Interrupts trennen (fortgeschritten)

Ja, du kannst die Interrupts von Netzwerk und Audio auf verschiedene CPU-Kerne legen (Interrupt-Affinität). Das ist aber ein fortgeschrittener Schritt. Dafür gibt es Tools wie das Interrupt Affinity Policy Tool.

Vorgehen:

- Tool als Admin starten.
- Suche nach deinem Netzwerkadapter und dem Audio-Controller.
- Setze für das Netzwerk einen anderen CPU-Kern (z. B. Kern 0,1) und für Audio einen anderen (z. B. Kern 2,3).
- Das verteilt die Interrupt-Last und verhindert, dass sie sich gegenseitig blockieren.

Achtung: Das ist nicht dauerhaft gespeichert – du musst es nach jedem Neustart erneut setzen oder per geplanter Aufgabe automatisieren. Teste zuerst, ob es überhaupt hilft.

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4. MSI-Modus aktivieren (Message Signaled Interrupts)

Das ist moderner als traditionelle IRQs und kann Interrupt-Konflikte entschärfen. Viele Treiber nutzen MSI standardmäßig, aber manche nicht. Du kannst es mit dem Tool „MSI Utility“ (z. B. von dort) prüfen und aktivieren.

Vorgehen:

- Herunterladen und als Admin starten.
- Es zeigt alle Geräte an. Aktiviere MSI für deinen Netzwerkadapter und Audio-Controller.
- Neustarten.

Viele Nutzer berichten, dass MSI bei B550-Boards Wunder wirkt, besonders bei Realtek-Chipsätzen.

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5. Letzte Idee: Test mit einer Live-Linux-Distribution

Um sicherzustellen, dass es kein Hardwaredefekt ist (z. B. Mainboard-Spannungsinstabilität oder fehlerhafter Audio-Chip), boote von einem USB-Stick mit Ubuntu oder Linux Mint und teste dort die Audio-Wiedergabe. Wenn das Knacken unter Linux nicht auftritt, liegt es definitiv an Windows-Treibern oder -Einstellungen.

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Zusammenfassung deiner nächsten Schritte (in dieser Reihenfolge)

1. Realtek-Treiber durch generischen Microsoft-Treiber ersetzen → Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit helfen.
2. Netzwerktreiber aktualisieren/deinstallieren (Energieverwaltung nicht vergessen).
3. MSI-Modus für Netzwerk und Audio aktivieren (mit MSI Utility).
4. Bei Bedarf Interrupt-Affinität anpassen (mit dem Affinity Policy Tool).
5. Linux-Test als letzte Absicherung.

Du bist kurz vor dem Ziel – lass dich nicht entmutigen! Solche Interrupt-Konflikte sind auf B550 mit Realtek-Chipsatz leider bekannt, aber mit diesen Tricks kriegst du das in den Griff. Melde dich gerne, wenn du die Ergebnisse hast 🙂👍
 
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